Kuba

Als Missionsbenediktiner haben wir ja die „ganze Welt“ im Blick, aber dass ausgerechnet der Papstbesuch auf Kuba zehn Jahre später in mein Leben eingreifen würde, hätte ich nicht erwartet. Nach diesem Besuch 1998 hat der Kardinal von Havanna Fidel Castro die Erlaubnis abgerungen, auf Kuba ein Benediktinerkloster zu gründen. Auf der Suche nach einer Gründungsmannschaft geriet er an unsere Kongregation, und die wird drei Mönche aus Togo nach Kuba senden, einen aus St.Ottilien und – mich. Eigentlich hatte ich ja andere Pläne, nämlich zwei oder drei Jahre hier in Peramiho zu unterrichten und danach mit neuen Erfahrungen an die beste Schule des Sauerlandes zurückzukehren.

Aber dann kam 13.8. eine E-Mail von Erzabt Jeremias (der Erzabt von St.Ottilien hat die Aufgabe, unsere Kongregation zusammenzuhalten) mit der „kleinen, großen Frage“, ob ich an dem Kuba-Projekt teilnehmen wolle. Eine Woche später war er hier, und wieder eine Woche später war ich in Nairobi, um mit Br.Jacques aus Togo zu sprechen, der als Oberer unser Projekt leiten wird. Der Aussicht, an der Neugründung eines Klosters teilzunehmen, konnte ich einfach nicht widerstehen.

Trotz aller Vorfreude: Ein wenig bedaure ich es auch, dass ich schon im März, nach nur anderthalb Jahren, von hier abreisen werde. Es gibt immer noch jeden Tag so viel Neues zu lernen, und die Menschen hier habe ich vom ersten Tag an gemocht.

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3 Antworten to “Kuba”

  1. Abschied « Ein Mescheder in Afrika Says:

    […] für mich naht der Abschied schneller als ursprünglich geplant; Kuba […]

  2. Dr. Benedikt Vallendar Says:

    Lieber Bruder Sandrock,

    wir bereiten gerade Katjas Abreise nach Kuba vor. Sie ist Deutsche und mit einem Kubaner verheiratet, kürzlich hat sich Nachwuchs eingestellt, der nun den Verwandten vorgestellt werden muss… Danke vorab, dass Sie ihr Ihre Arbeit zeigen. Wir werden hier in Deutschland kräftig die Werbe-PR-Trommel für Sie schlagen.

    Saludos cordiales, Benedikt Vallendar

  3. ERWIN Says:

    Me gustaria saber de su vida en Cuba 😉 Saludos afectuosos desde Chicago. Dom Elias, OSB

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