Archive for the ‘Natur’ Category

Ausflug nach Grönland

29. August 2014

groenland Neulich hatten wir drei sehr nette Gäste aus Berlin zu Besuch, darunter die Schwester des verstorbenen Mescheders P.John. Sie kamen am Nachmittag und baten angesichts der schönen Landschaft und des milden Klimas gleich, statt wie angekündigt nur für eine Nacht, gleich für zwei bleiben zu können. Am nächsten Morgen hatten sie sich dann doch entschieden, sofort abzureisen – es war ihnen zu kalt. Einer von den dreien hatte nur Sommerkleidung dabei – „Ich hatte gedacht, in Afrika sei es warm,“ erklärte er mir. Ausgerechnet Berliner – wenn ich an unsere Klassenfahrt nach Berlin im November 1982 denke, friere ich heute noch !
Das Foto zeigt meine Mitarbeiterin Elvira, wie sie das Geld zählt, das Mama Clementina von der Tankstelle bringt. Es vermittelt einen guten Eindruck von den Temperaturen, die auf 2200 Metern Meereshöhe herrschen können.

„Der letzte ist doch in den 1930er Jahren erschossen worden, oder ?“

17. Juni 2012

Die 4 Millionen, die unser Landwirt Br.Mauro dringend für Viehfutter brauchte, waren mir gerade wichtiger. Ich sah zwar, wie Br.Dominicus drei Gewehre aus dem Tresorraum neben meinem Büro entnahm, dachte aber nicht weiter darüber nach. Schließlich übergibt er die Gewehre jeden Abend den Nachtwächtern und sammelt sie am nächsten Morgen wieder ein. Außer den 4 Millionen Schilling (2000 Euro) war mir noch ein anderes Thema wichtig: Warum waren die Kühe von der etwas abgelegenen Weide beim Dorf Sinai noch immer nicht an die Schlachterei geliefert worden ? Mauro beruhigte mich: „Nächste Woche wird es losgehen. Übrigens, die Hirten haben Löwenspuren gesehen.“ Ich will es nicht glauben, denn Löwen passen genauso wenig in unser geordnetes Peramiho wie Gewehre. „Du sprichst von der Fußballmannschaft ?“ („Löwe“ heißt auf Suaheli Simba – das S am Anfang ist so scharf wie seine Zähne – und Simba ist auch der Name einer erfolgreichen Mannschaft aus Dar es-Salaam) – „Nein, ein echter.“ – „Moment mal, ich dachte, der letzte Löwe hier sei in den 30er Jahren erschossen worden.“ – „Nein,“ korrigiert Mauro mich, „in den 90ern.“ Deshalb also die Gewehre ! Die Wächter gehen jetzt nach Sinai, um die Kuhherde zu schützen. Aber wirklich beunruhigt ist keiner, denn in Peramiho selbst ist wirklich seit 80 Jahren kein Löwe mehr gewesen – zu viele Menschen. Der Vorfall war am Mittwoch, seitdem hat niemand mehr etwas von dem Löwen gehört, geschweige denn gesehen. Das Foto stammt daher aus dem Ruaha-Park.

Eine Geschichte ist erst dann zu Ende gedacht …

28. Dezember 2008

… wenn sie ihre schlimmst moegliche Wendung genommen hat. So schreibt der Dramatiker Friedrich Duerrenmatt zu „Die Physiker“. Der Gecko auf dem Foto (Dar es-Salaam, 3.12.) mag zwar manche Besucher erschrecken, die das erste Mal ein solches Tier sehen, ist aber fuer Menschen voellig harmlos und nur ungefaehr so lang wie eine menschliche Hand. Seine Haut erinnert ein wenig an Fruchtgummi. Als ich kurze Zeit spaeter wieder an derselben Stelle vorbeikam, ahnte ich aber schon, dass der Gecko ueberfordert war: Nur noch an einem Bein hing das Insekt in seinem Maul, siehe zweites Foto. Und kurz danach war es passiert: Das Insekt lag tot auf dem Boden, es war zu schwer und gross fuer den Gecko gewesen. Es war vergeblich gestorben, denn der Gecko hatte nichts davon gehabt und musste hungrig zu Bett gehen. Ein Ende wie in Duerrenmatts „Das Versprechen“.

Endlich regnet es

7. November 2008

Voriges Jahr hat der Regen erst Ende November begonnen. Aber schon letzten Mittwoch, als ich gerade in Songea zum Einkaufen war, gab es den ersten kräftigen Schauer. Der Hauptmarkt hat zum Glück ein gutes Dach, so konnte ich mich unterstellen und ein Foto von den Marktständen machen, deren Besitzer sich nicht so gute Dächer leisten können (beachte den Regenschirm unten etwas links von der Mitte !).

Danach war es wieder eine Woche lang trocken (und heiß !), vorgestern gab es ein kurzes Gewitter, und jetzt im Moment regnet es schon wieder – sehr willkommene Abkühlung angesichts der Hitze. Die Regenzeit kommt zwar zuverlässig jedes Jahr, aber ob sie früher oder später kommt, und wie reichlich der Regen ausfällt, ist eine Frage, die hier eine viel größere Bedeutung hat als in Deutschland.

Alle reden vom Wetter

15. Oktober 2008

Heute mussten die Schülerinnen von Form 3 (10.Klasse) mal wieder ihren monatlichen Physik-Test schreiben. Lustlos hingen sie über ihren Aufgaben. Auch ich war nicht so ganz fit, ich hatte auf dem Aufgabenzettel eine Frage zweimal gestellt. Wir waren nicht die einzigen, deren Leistungsfähigkeit in diesen Tagen etwas abgenommen hat. Die Butter bei Tisch ist schon seit einigen Tagen durch Margarine ersetzt, weil die Kühe nicht genug Milch geben. Alles das hat nur eine Ursache: In einem guten Monat wird die Regenzeit beginnen, und davor liegt die „heiße Zeit“, das Land ist relativ trocken, die Kühe finden nicht mehr allzu viel Gras, und die Menschen, egal welcher Hautfarbe, fühlen sich schlapp. Also warten wir auf den Beginn der Regenzeit, dann sinken die Temperaturen wieder und auch die Luftfeuchtigkeit.

Das Foto stammt aus der letzten Regenzeit.

Blaublütig

19. September 2008

Heute Nachmittag gab es eine lange Sitzung. Daher nur dieses Foto von den blauen Blüten, die zur Zeit das Bild von Peramiho prägen.

Wo die Geier sind…

3. Juli 2008

Wie hatte unser Führer die Löwen gefunden ? Er verriet uns das Geheimnis: Er hatte nach Geiern Ausschau gehalten. „Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Geier.“ In diesem Fall war das Opfer eine Giraffe. Wir fanden es ja nett von den Löwen, so freundlich beim Essen für uns zu posieren, aber dafür so ein friedliches, freundliches und schönes Tier wie eine Giraffe umzubringen, das wäre nicht nötig gewesen !

Räuber

2. Juli 2008

Irgendwann gegen Mittag wurde David, unser Führer im Ruaha-Park, unruhig. Ich kannte das schon von der vorigen Safari und ahnte, was er suchte. Dass es dann gleich 13 waren (nicht alle sind auf dem Foto), war schon etwas Besonderes.

Noch mehr Elefanten

1. Juli 2008

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dieses Mal im Ruaha-Park keine Elefanten mehr zu fotografieren, vom letzten Mal hatte ich ja schon über 100 Fotos (nachdem ich die ganz schlechten gelöscht hatte). Aber so ganz konnte ich dann doch nicht widerstehen. Wenn ein Elefant so auf euch zukommt, wie der auf dem oberen Bild, dann solltet ihr vielleicht doch in Deckung gehen. Elefanten sind zwar Vegetarier, fressen also weder Tier- noch Menschenfleisch, aber wenn man sie reizt, dann können sie schon mal auf einem herumtrampeln.

Welches Adjektiv soll man da nehmen ? Staubig ?

29. Juni 2008

Gestern war ich bei Sr.Giselinde, der Verwaltungschefin der Schwestern und der Schule. Sie: „Der Ruaha-Park ist einfach wunderbar. Aber das kann man gar nicht beschreiben. Welches Adjektiv sollte man da nehmen ? Staubig ?“ Besser könnte ich den Park auch nicht beschreiben. Am Tag vorher die anstrengende Busfahrt, dann recht spät ins Bett gekommen, am nächsten Morgen früh raus und bis zum späten Nachmittag durch den Park gefahren. Trotzdem war ich danach völlig erholt und einfach nur zufrieden. Warum ist es am Ruaha-Fluss so schön ? Irgendwie ist da mehr als Staub. Das Foto passt vielleicht besser als das Wort „staubig“.