Wo die zahmen Pferde wohnen

Über das Wochenende habe ich einen Ausflug nach Trinidad gemacht. Diese Kleinstadt an der Südküste gehört zu den sieben ältesten Städten Kubas und zum Weltkulturerbe der UNESCO. Beides trifft auch auf Camagüey zu, wo ich im Januar war. Allerdings ist Camagüey heute eine Großstadt mit knapp 300 000 Einwohnern, während Trinidad seit seiner Gründung 1514 nicht wesentlich gewachsen zu sein scheint. Zumindest im alten Zentrum um die Plaza Mayor herum (zu Deutsch „Hauptplatz“, der Name ist also nicht besonders phantasievoll) gibt es mehr Touristen als Einheimische, und man hat den Eindruck, dass alles „unecht“ ist – eine malerische Kulisse für Touristen, eine Museumsstadt. Immerhin sind die Pferde eine „echte“ Spezialität von Trinidad. Während in Havanna die Oldtimer aus den USA das Straßenbild bestimmen, während in Camagüey Massen von Fahrrädern durch die Straßen flitzen, prägen in Trinidad Reiter und Pferdefuhrwerke das Bild. Vier Hufe sind auf dem Kopfsteinpflaster der steilen Straßen deutlich überlegen gegenüber zwei Rädern. Und die Männer von Trinidad können wirklich reiten ! Offensichtlich sind sie schon von Kind auf mit diesem „Verkehrsmittel“ vertraut. Auch das Mädchen auf dem Foto kann schon geschickt mit dem Riesentier unter sich umgehen. Es war übrigens die einzige Reiterin, sonst habe ich nur Jungen oder Männer im Sattel oder an den Zügeln der Pferdefuhrwerke gesehen, so wie auch am Steuer von Autos, Motorrädern oder Fahrrädern auf Kuba fast immer nur Männer zu sehen sind.

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