Auf Mitleid machen hilft manchmal

Schon wieder muss ich meinen Artikel vom 11.Dezember korrigieren. Ich gehe in ein Schreibwarengeschäft. Auf meine Frage „Haben Sie Briefumschläge ?“, lautet die Antwort nicht einfach wie sonst, „No hay“ (Gibt es nicht), sondern sehr ausführlich „Ya no hay“ (Gibt es nicht mehr). Das animiert mich zu einer Nachfrage: „Ach, neulich hatten Sie welche ? Ich suche schon seit zwei Monaten, und nirgendwo gibt es Briefumschläge.“ Da entbrennt das Mitleid der Verkäuferin: „Warten Sie, ich frage mal die Verwalterin.“ Nach einiger Zeit kommt die Verwalterin aus dem hinteren Teil des Ladens, hört sich mein Anliegen an, geht wieder nach hinten, kommt mit 10 Umschlägen zurück und fragt: „Wie viele brauchen Sie denn ?“ Ich sage ohne große Hoffnung: „Eigentlich brauche ich 100.“ Sie: „Kein Problem“, geht wieder nach hinten, zählt zusammen mit der Verkäuferin umständlich 100 Stück ab und nach nur 15 Minuten verlasse ich den Laden zufrieden mit 100 Briefumschlägen für zusammen 15 CUC (12 Euro). Also: Entschuldigung, liebe Verkäufer, die Aussage, Ihr wolltet gar nichts verkaufen, war ein Irrtum.

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