Garagentor

Wie man sieht, wird bei uns fleißig an der Garage gebaut (mehrere Mitarbeiter desselben Erzbischofs, dem die „Baubrigade“ untersteht, haben mir schon gesagt, „Die arbeiten aber langsam !“).
Neulich sprach mich unser Aushilfs-Koch an: „Ich habe euer Auto gesehen. Bist du sicher, dass das durch diese Einfahrt passt ?“ Wir maßen nach. Auto mit Spiegeln: 2,44 m. Breite der Einfahrt: 2,50 m. Die Mauern waren erst drei Steinreihen hoch, Vorarbeiter Mario (der Mann mit dem Maßband auf dem Foto) konnte den Fehler also noch korrigieren. Gestern kam dann Roberto, der bischöfliche Architekt, auf mich zu und sagte ohne Einleitung: „Das kann doch nicht sein. Ihr könnt nicht messen. Unser Lastwagen hat nur 2,10 m. Und euer Auto soll 2,50 breit sein ? Ihr habt das sicher mit 2,05 verwechselt.“ Kubaner haben eine besondere Art von Humor, und ich merke schnell, dass er zwar seinen Ärger abreagieren muss, weil der Vorarbeiter seinen Plan geändert hat, aber dass sein Ausbruch nicht ganz ernst gemeint ist. Also zahle ich mit gleicher Münze heim: „Vier Jahre lang habe ich Physik studiert, und Sie sagen, ich könnte nicht messen ? Mit diesen Händen hier und mit diesen Augen habe ich gemessen !“ Er lacht und schlägt mir auf die Schulter.
Lachend erzähle ich das dem Koch. Er kommentiert: „Ich habe schließlich sechs Jahr auf dem Bau gearbeitet, und wir waren die beste Brigade des Erzbistums.“

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