Meine kleine Rache

Nach einem Ruhetag gestern in Uwemba sind wir heute nach Dar es-Salaam weitergefahren. Ich sitze auf dem Beifahrersitz, und als wir einen Unfall sehen, mache ich (natuerlich) ein Foto. Erst danach merke ich, dass der Polizist (ganz links im Bild) uns anhaelt, und werde etwas unruhig, weil ich nicht weiss, ob Fotos von Polizisten vielleicht verboten sind. Doch der Polizist kommt ans Fahrerfenster und will etwas ganz anderes: „Naomba lifti – Ich bitte um einen Lift / eine Mitfahrgelegenheit.“ Ich frage, bis wo er mitfahren will. Waehrenddessen denke ich an all die unangenehmen Erlebnisse mit der Verkehrspolizei, fuer mich vor allem das lange Warten auf meinen Fuehrerschein. Ich denke auch daran, dass Herr Mkaranga, der Fahrer neben mir, vor kurzem eine voellig unberechtigte Strafe hat zahlen muessen, worueber er sich zurecht sehr geaergert hatte. Die Verkehrspolizei steht im Ruf, sehr korrupt zu sein.

Weil mir alle diese Gedanken durch den Kopf gehen, verstehe ich seine Antwort, „Bis zum Ruaha-Fluss“, zunaechst falsch, denke an eine viel weitere Strecke, gucke wohl ziemlich ratlos, und da sagt der Polizist auch schon, „Kein Problem, ich finde noch eine andere Gelegenheit.“ Und weg ist er. Einen so hoeflichen Menschen haette man ja eigentlich mitnehmen sollen, und es war eigentlich auch nicht meine Absicht, ihm den Gefallen zu verweigern (eine Fahrtstrecke von vielleicht 20 km). Aber irgendwo gefreut hat es mich doch, dass die Geschichte so ausgegangen ist.

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