Reisen ohne Radio

Auf der Rückfahrt von Likingo (siehe Artikel von gestern) bitten mich die Schülerinnen, das Radio anzustellen. Da es nicht funktioniert, sage ich ihnen: „Dann müsst ihr selbst singen.“ Die Fahrt dauert eine knappe Stunde (was nicht an mir liegt, sondern an der Qualität der 26 km langen Straße), und während der ganzen Zeit singen sie ohne Unterbrechung. Sie haben ein unglaubliches Gedächtnis für Lieder; das Repertoir reicht von den aktuellen Hits (Die Stilrichtung nennt sich „Bongo Flavour“, eine Art Suaheli-Pop mit Rap-Elementen, benannt nach dem Spitznamen Dar es-Salaams, der sich ungefähr mit „Cleverness“ übersetzen lässt) bis zu Kirchen- und Volksliedern. Hinten auf den Notsitzen (siehe Foto) werden die Essens-Eimer als Trommeln benutzt. Die Stimmung ist so gut, dass ich mehrmals mit meiner Nase die Luft auf Alkoholgeruch überprüfe. Aber sie haben wirklich nur Cola und Limonade getrunken, der Spaß ist ohne Radio und Alkohol selbst produziert. Der modernere Landrover von Br.Samuel hat einen funktionierenden CD-Spieler, dort laufen die mitgebrachten Bongo-Flavour-CDs (ich habe hier noch keine gekaufte CD gesehen, nur gebrannte), und es ist dort wohl etwas langweiliger als bei uns.

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