Zivilisation und Wildnis

Schon vor Monaten hatten mich die Schülerinnen gefragt, ob ich auch mit ihnen nach dem Abschlussexamen nach Likingo fahren würde. Diese Tradition stammt von meinem Vorgänger, und daher konnte ich gar nicht anders, als zuzustimmen. Die Reaktion war genauso, wie ich das von Deutschland her kannte: Freudestrahlende Gesichter und lauter Jubel. Likingo ist ein ziemlich abgelegener Ort, 26 km von hier. Dort steht unser Wasserkraftwerk, und es gibt einen Picknick-Platz. Br.Samuel und ich fahren je einen Landrover, vollgepackt mit Schülerinnen, Lebensmitteln und – Kleidern. Die Schülerinnen suchen offensichtlich Anschluss an die westliche Zivilisation, bei der Ankunft werden gleich die Schuluniformen gegen schickere Kleidung ausgetauscht. Es müssen natürlich Jeans sein, obwohl die für das Klima hier eigentlich viel zu dick sind. Und bitte, liebe Leser (besonders: liebe Leserinnen), erzählt der Schulleiterin nicht, dass fast alle Hosen getragen haben (Foto oben; muss ich extra erwähnen, dass das rechte von den drei am Boden hockenden Mädchen die Anführerin der Gruppe ist ?).

Br. Samuel und ich versuchen dagegen, uns von derselben Zivilisation zu entfernen, wir lassen die Schülerinnen einige Zeit allein und steigen in die ziemlich wilde und sehr schöne Schlucht hinab (Foto unten).

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