Zustellung

Eine deutsche Pfarrerin, die für einige Jahre hier in Tansania arbeitet, bekam kurz vor ihrem Geburtstag im Juni ein Paket von einer Freundin. „Komisch“, dachte sie sich, „sonst vergisst sie meinen Geburtstag immer.“ Nach dem Auspacken löste sich das Rätsel, es handelte sich um das arg verspätete Weihnachtspaket. Auch ich sollte letztes Jahr ein Paket zu Weihnachten erhalten, mein Vater bestellte ein Buch bei einem bekannten Internet-Buchhändler, der über UPS ausliefert. Die Homepage versprach die Auslieferung noch vor Weihnachten. Im Januar begann mein Vater nachzufragen. Die Auskünfte waren:

– Das Paket sei bereits bei mir angekommen.
– Mein Straßenname sei nötig, um das Paket auszuliefern.
– Das Paket sei leider nicht angekommen, ein Angestellter in Dar es-Salaam habe meine Unterschrift gefälscht. Man habe ein zweites Exemplar des Buches an mich geschickt.

Mitte März, an einem Samstag Nachmittag, klopfte Br.Dominicus bei mir: „Dieses Paket hier ist für dich abgeben worden.“ Das zweite Exemplar kam dann einen Monat später an. Jetzt habe ich das Buch doppelt.

Heute kam eine E-Mail von einer Kollegin meiner Schwester, die meiner Schwester ein Paket für ihr Patenkind mitgegeben hatte, das immer noch in Dar es-Salaam liegt (siehe „Endlich habe ich den Unterschied verstanden“). Sie will das Paket jetzt durch den tansanischen Partner von UPS dort abholen lassen. Ich bin gespannt.

Übrigens: Briefe kommen normalerweise recht zuverlässig nach ein bis zwei Wochen hier an. Und Straßennamen gibt es in Peramiho nicht.

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