Archive for September 2008

Zustellung

30. September 2008

Eine deutsche Pfarrerin, die für einige Jahre hier in Tansania arbeitet, bekam kurz vor ihrem Geburtstag im Juni ein Paket von einer Freundin. „Komisch“, dachte sie sich, „sonst vergisst sie meinen Geburtstag immer.“ Nach dem Auspacken löste sich das Rätsel, es handelte sich um das arg verspätete Weihnachtspaket. Auch ich sollte letztes Jahr ein Paket zu Weihnachten erhalten, mein Vater bestellte ein Buch bei einem bekannten Internet-Buchhändler, der über UPS ausliefert. Die Homepage versprach die Auslieferung noch vor Weihnachten. Im Januar begann mein Vater nachzufragen. Die Auskünfte waren:

– Das Paket sei bereits bei mir angekommen.
– Mein Straßenname sei nötig, um das Paket auszuliefern.
– Das Paket sei leider nicht angekommen, ein Angestellter in Dar es-Salaam habe meine Unterschrift gefälscht. Man habe ein zweites Exemplar des Buches an mich geschickt.

Mitte März, an einem Samstag Nachmittag, klopfte Br.Dominicus bei mir: „Dieses Paket hier ist für dich abgeben worden.“ Das zweite Exemplar kam dann einen Monat später an. Jetzt habe ich das Buch doppelt.

Heute kam eine E-Mail von einer Kollegin meiner Schwester, die meiner Schwester ein Paket für ihr Patenkind mitgegeben hatte, das immer noch in Dar es-Salaam liegt (siehe „Endlich habe ich den Unterschied verstanden“). Sie will das Paket jetzt durch den tansanischen Partner von UPS dort abholen lassen. Ich bin gespannt.

Übrigens: Briefe kommen normalerweise recht zuverlässig nach ein bis zwei Wochen hier an. Und Straßennamen gibt es in Peramiho nicht.

Die wahren Alpträume des Reisenden

29. September 2008

„Haben Sie sich schon einmal davor gefürchtet, von einem Gemälde aus dem 16.Jahrhundert belästigt zu werden ?“, so spottete vor längerer Zeit der WDR (für Nicht-Nordrhein-Westfalen: Das ist mein heimatlicher Sender). Anlass war eine Entscheidung der Londoner U-Bahn, die Werbeplakate für eine Kunst-Ausstellung nicht aufzuhängen. Man befürchtete allen Ernstes, die Fahrgäste könnten sich durch die nackte Frauenbrust eines frühneuzeitlichen Gemäldes belästigt fühlen. „Die wahren Alpträume eines Reisenden sind doch ganz andere,“ so ging es weiter im WDR, „zum Beispiel, dass man nach der Pinkelpause im Dschungel vom Bus vergessen wird.“ Womit wir beim Thema wären: Das Reisen hier in Afrika und die natürlichen Bedürfnisse.

Bei meiner Rede vor einer Woche habe ich den Polizeikommissar, der unseren Bus so lange kontrolliert hatte, den Schülerinnen als schlechtes Beispiel vor Augen geführt, habe aber wahrheitsgemäß eingefügt, „ich grub Medizin“. Das Lachen der Schülerinnen hatte ich erwartet, aber nicht in der Heftigkeit, in der es mir dann entgegenscholl. Ein Kollege meinte nachher, sie hätten so heftig gelacht, weil sie nicht erwartet hatten, dass ein Weißer diesen Ausdruck kennt. Wer den Ausdruck „chimba dawa – Medizin graben“ nicht kennt, der ist hier noch nie mit dem Bus gefahren, denn diesen Ausdruck benutzen die Schaffner jedes Mal, wenn der Bus (alle zwei, drei Stunden) hält. Gehalten wird entweder auf freiem Feld oder an einem Busbahnhof, der dann eine öffentliche Toilette hat, für deren Benutzung man 100 oder 200 Shillinge zahlen muss, also 5 bis 10 Cent. Angesichts dieser Toiletten danke ich jedes Mal meinem Schöpfer, dass ich ein Mann bin (hoffentlich nehmen meine Leserinnen mir diese Bemerkung nicht übel).

Die Sache mit dem „Alptraum“ liegt schon etwas zurück: Der Bus hielt zum Tanken, ich sagte vorsichtshalber dem Fahrer Bescheid, dass ich „Medizin grabe“. Als ich wieder einsteigen wollte, war kein Bus mehr da. Da allerdings meine Schwester und ihr Freund noch im Bus waren, machte ich mir keine allzu großen Sorgen, und sehr bald kamen zwei Leute auf mich zu, um mir zu sagen, dass der Bus nochmal zum Busbahnhof gefahren sei und bald wieder vorbeikomme. Fazit: Die meisten Alpträume werden nicht wahr, ein Traum sind die Toiletten hierzulande aber auch nicht.

Das Foto ist wohl selbsterklärend, der Ausdruck „Medizin graben“ geht darauf zurück, dass die „Heiler“ hier auf freiem Feld manchmal heil- oder zauberkräftige Wurzeln ausgraben.

Umstrittene Feuer

26. September 2008

Heute Morgen war im Lehrerzimmer mal wieder das 40-jährige Schuljubiläum Thema, das in vier Wochen ansteht. Sr.Frideswida (sie ist Philippina) wies darauf hin, dass die Gäste wohl einen schlechten Eindruck kriegen würden, weil die Fläche vor dem Eingang verbrannt ist. Herr Mahundi (er ist Tansanier) meinte, dass die Schülerinnen das Abbrennen für den einfachsten Weg gehalten haben, die Blätter zu beseitigen.

Seit gut einem Monat ist wieder Feuersaison, überall brennt irgendein Feld. Für die Tansanier ist das ganz selbstverständlich, die Feuer dienen zum Beseitigen der Pflanzenreste, und die Asche soll die Felder düngen. Außerdem glaubt man, dass die Asche in der Luft die Bildung von Regenwolken erleichtere. Die meisten Ausländer halten die Feuer für Umweltverschmutzung und außerdem für gefährlich. Ob die Fläche vor dem Schuleingang so schlecht aussieht, mag der Leser oder die Leserin anhand des Fotos selbst beurteilen.

Die meisten Feuer sind harmlos, die Blätter und das Gras auf dem Boden entwickeln nicht genug Hitze, um den Bäumen zu schaden. Am nächsten Wegesrand hört das Feuer auf. Am Sonntag war ich mit dem Fahrrad unterwegs und habe dabei mindestens ein Feuer gesehen, das mir nicht ganz so harmlos zu sein schien. Ein Baum hatte dieses Feuer nicht überstanden, er brannte zwar nicht lichterloh, aber das Holz glühte und ein Ast fiel krachend herunter. Zum Glück war das Feuer weit genug von meiner Straße entfernt.

Wieso ich ?

25. September 2008

Vielleicht hat sich die Leserin oder der Leser gestern gefragt, was ich bei einer Notfallsitzung des TYCS mache, wo ich nicht einmal die Hälfte von dem verstehe, was gesprochen wird. Um ehrlich zu sein, das frage ich mich auch. Immerhin verstehe ich inzwischen die Hälfte, bei meiner ersten Sitzung im Februar habe ich überhaupt nichts verstanden.

Der offizielle Grund für meine Teilnahme ist, dass ich der Vertreter von Br.Alfons bin, der in diesem Jahr öfter – auch in dieser Woche wieder – zu einer Fortbildung nach Ndanda fahren muss. Mein persönlicher Grund ist, dass mich einfach sehr interessiert, wie die Dinge hier funktionieren. Wenn man eine Konfliktlösung so hautnah mitbekommt, lernt man eine Menge über Menschen und ihre Kultur. Und dass es für einen Lehrer von Vorteil ist, die Schüler auch mal außerhalb der Schulzeit zu sehen, habe ich schon in Deutschland gemerkt. Aber wieso bin gerade ich der Vertreter von Br.Alfons ? So ganz habe ich das auch nach acht Monaten noch nicht verstanden.

Das Foto ist schon etwas älter und zeigt zwei Mitglieder des TYCS auf der Fahrt zu unserem Picknick am Ostermontag.

Fast Glasperlenspiel

24. September 2008

„Ganz und gar missglücken kann ein echtes Fest … niemals; für den Frommen behält auch eine verregnete Prozession ihre Weihe, und auch ein verbratenes Festmahl kann ihn nicht ernüchtern. [Doch dieses Fest wurde] ein unfrohes, ein ausgesprochen glückloses, ein beinahe schon missglücktes.“ In Hermann Hesses „Glasperlenspiel“ gibt es nach diesem Fest für den Verantwortlichen nur noch den „Ausweg“, zu einer Bergtour aufzubrechen, von der er nicht zurückkommt.

So barbarisch wie Hesses hochkultivierte „Glasperlenspieler“, die ihren „Festspielleiter“ in den Selbstmord treiben, sind die Menschen hier nicht. Aber bei dem Fest neulich (siehe den vorigen Artikel) war klar: Es hatte Streit gegeben im TYCS. Letzten Freitag war dann „Notfall-Sitzung“, wie Br.Alfons es nannte. Der Lehrer, der an unserer Schule den TYCS betreut, sein Kollege von der Berufsschule, Br.Alfons als Ober-Betreuer aller Schüler-Vereinigungen, und ich trafen uns mit dem TYCS-Vorsitzenden, einem älteren Berufsschüler. Es ging wirklich viel zivilisierter zu, als ich erwartet oder befürchtet hatte: Einer der Teilnehmer übte die Rolle des Moderators aus, hielt eine kleine Einleitungsrede, dann erteilte er jedem der Reihe nach das Wort. Niemand fiel dem anderen ins Wort. Einer der Betreuer gab in einer langen Rede dem TYCS-Vorsitzenden die Schuld an der schon lange bestehenden „Feindschaft“ innerhalb des TYCS. Der rechtfertigte sich in einer genauso langen Rede und schloss mit seinem Rücktritt: „Ich bitte darum, die Sache aufzugeben.“ Dann folgte eine zweite Runde von langen Reden, von der ich aber nur verstanden habe, dass alle ganz konsequent vom „ehemaligen Vorsitzenden“ sprachen.

Die beiden Fotos zeigen zwei wichtige Gründe für das Gelingen eines Festes: Oben die Musikanlage (beachte die Kühlung !), unten der Animateur, auch er ein Berufsschüler. Ich habe ihn schon öfter erlebt, er ist echt genial. Mit seiner Mimik und Gestik könnte er noch das allerlangweiligste Fest retten.

Nicht alle Feste klappen

23. September 2008

Bis vor kurzem hatte ich ein geradezu unbegrenztes Vertrauen in die Fähigkeit der Tansanier, Feste zu organisieren. Und das Fest am letzten Samstag (siehe vorigen Artikel) hat auch gut funktioniert (abgesehen davon, dass der Pilau, den die Schülerinnen selbst gekocht hatten, im Mund ein pelziges Gefühl hinterließ). Bei dem Fest zwei Wochen vorher war das aber nicht so. Ein oder zwei Tage vorher stellte sich heraus, dass der Ehrengast einen wichtigen Termin auswärts hatte. Also wurde schnell noch ein Dozent vom Priesterseminar besorgt, der zwar erst vor zwei Wochen nach Peramiho gekommen war, und deshalb niemanden kennt, aber ohne Ehrengast geht es halt nicht.

Die Schülerinnen hatten mir gesagt, es würde um 15 Uhr anfangen, um 7:30 rief Br.Alfons mich an: „Wir fangen dann um 8 mit der Messe an.“ Pünktlich um 8 in der Kirche – bin ich der einzige. In meiner Eigenschaft als pünktlicher Deutscher bin ich etwas irritiert, aber nach einer knappen Stunde wird auch Alfons, der inzwischen aufgetaucht ist, ungeduldig. Kurz nach 9 sind dann ein paar Dutzend Schülerinnen da (der TYCS hat allein an unserer Schule fast 300 Mitglieder), die Messe kann beginnen. Der Priester sucht Kontakt zu seiner kleinen Gemeinde: „Jetzt stehen mal alle auf, die vom TYCS sind.“ Nur eine Handvoll steht auf. „Und jetzt alle von der Legio Mariae.“ Niemand steht auf. Alfons und ich wissen es bereits: Die Legio Mariae hat sich recht kurzfristig entschieden, dieses Jahr nicht zusammen mit dem TYCS zu feiern.

Die Hälfte der Bänke in der Festhalle bleibt leer, die Schülerinnen setzen sich in die hintersten Reihen. Der Vorsitzende, selbst ein Schüler, fordert sie auf, sich nach vorne zu setzen. Niemand reagiert. Erst als er selbst nach hinten geht und die Schülerinnen direkt auffordert, kommen sie nach vorne. Auf dem Foto oben sind nur einige der vielen leeren Reihen zu sehen. Die Schulabgänger und -abgängerinnen werden dann mit Namen aufgerufen, um ihre Urkunden zu empfangen. Solche Urkunden werden hier sehr ernst genommen und sind auch entsprechend aufwändig gestaltet (siehe Foto unten). Die Hälfte der Aufgerufenen fehlt.

Trotzdem: Der Stimmung bei der Feier tut das eigentlich keinen Abbruch.

Ich werde gefüttert

22. September 2008

In vier Wochen macht Form 4 (ungefähr Klasse 11) ihren Abschluss. Wie in Deutschland vor Weihnachten: Lange vorher startet eine Serie von Festen. Vor zwei Wochen schon hat der TYCS (der katholische Schülerclub) von Peramiho die Abschiedsfeier gefeiert, vorgestern war es dann die Feier des TYCS nur für unsere Schule. Ich hatte eigentlich gehofft, nicht hingehen zu müssen, aber einen Tag vorher gab mir mein Kollege Ngonyani eine schriftliche Einladung und sagte mündlich dazu, dass ich der Ehrengast sei. Genau wie Wali (gekochter Reis), Pilau (Curry-Reis), Kachumbari (ein leckerer Tomatensalat), Kuku (Hühnerfleisch extrazäh, das Wort kommt nicht von deutsch „Küken“) und Nyama ya ng’ombe (zähes Rindfleisch) gehört zu jedem Fest hierzulande ein Mgeni rasmi (Ehrengast, wörtlich: offizieller Gast). Bei den Schülerclubs geht diese Ehre reihum an einen der Betreuer. Der sitzt dann in der Mitte der Meza kuu (Haupttisch, von lateinisch „mensa“), hat die Aufgabe eine Rede zu halten, in der er den Schülern Nasaha (Ratschläge) gibt, und – ganz wichtig, den Keki (Kuchen, von englisch „cake“) anzuschneiden. All das kannte ich schon von allen anderen Feiern, auch die genannten Speisen sind immer dieselben. Aber nach dem Anschneiden des Kuchens sagte mein Nachbar zu mir irgendetwas mit „lisha“. Während ich noch im Geiste die möglichen Bedeutungen dieses Wortes durchging („ernähren, erziehen“) zielte schon eine Schülerin mit einem Kuchenstück auf der Gabel auf meinen Mund. Also bedeutete das Wort diesmal wohl eher „füttern“. Anschließend musste ich ihr auch ein Stück Kuchen in den Mund schieben, damit war dann die Fütterung zu Ende.

Das Foto zeigt das Fest aus der Perspektive des Ehrengastes, die große Fläche dient der Muziki (Tanz), die natürlich auch zum Fest dazugehört. Wir anwesende Lehrer haben den Tanz eröffnet, und sind dann geschlossen gegangen, daher kann ich vom Tanz nichts berichten.

Blaublütig

19. September 2008

Heute Nachmittag gab es eine lange Sitzung. Daher nur dieses Foto von den blauen Blüten, die zur Zeit das Bild von Peramiho prägen.

Die entführte Prinzessin

18. September 2008

Gestern war ich mal wieder in der Goldschmiede. Ich wollte mir dort nicht nur die Haare schneiden lassen, sondern auch etwas wissen: „Stimmt die Geschichte mit der Prinzessin, die Amani mir erzählt hat ?“ – „Ach, das ist nur so eine Geschichte.“ – „Aber stimmt sie denn ?“ – „Was soll da stimmen ?“ – „Du hättest das Vertrauen der Ngoni gewonnen, weil du behauptet hättest, du wärst der Sohn einer Ngoni-Prinzessin, die von den Deutschen entführt worden ist.“ – „Das habe ich nie behauptet. Wenn ich mich mit einem Häuptling unterhalten habe, dann hat er halt gemerkt, dass ich ziemlich viel über die Geschichte weiß. Und dann hat er anderen erzählt, dass ich genauso viel weiß wie er. Und dann hieß es, wer das alles weiß, der muss zur Sippe gehören. Du weißt ja auch, dass ich bei den Ngoni-Tänzen mittanze. Und als wir einmal getanzt haben, da hat sich über unseren Köpfen ein Schwarm von Zugvögeln gesammelt. Die flogen immer im Kreis. Da haben sie mir gesagt, das sei ein ganz seltenes Zeichen, das käme nur bei der Einsetzung eines Häuptlings vor. Naja, und wenn mich dann jemand gefragt hat, ob ich wirklich Gama heiße, dann habe ich mir schon manchmal einen Spaß daraus gemacht, ihn im Unklaren zu lassen.“

Soweit Br.Polykarp, Goldschmied, Friseur und Spezialist für die Geschichte der Ngoni. Amani hat mir in Nairobi (siehe vorletzte Woche) aber allen Ernstes versichert, Polykarp hätte die Geschichte mit der Prinzessin erzählt und die Ngoni hätten sie geglaubt. Dabei kann nur ein Blinder glauben, dass er wirklich der Sohn einer afrikanischen Prinzessin sei, denn seine Haut ist eindeutig weiß. Aber vielleicht wusste hier früher nicht jeder, wie Kinder aussehen, deren Eltern unterschiedliche Hautfarben haben. Wolfram von Eschenbach, der mittelalterliche Autor des „Parzival“, meinte, sie wären schwarz-weiß-gefleckt.

Vom Diskutieren

17. September 2008

Am Sonntag saß ich zum letzten Mal in meiner Eigenschaft als „Teacher on Duty“ in der Schule und langweilte mich, als laute Musik aus den Schlafsälen dröhnte. Auch wenn ich die Schulordnung viel zu streng finde, wollte ich sie nicht ganz ignorieren – Musik ist vor dem Abendappell nicht gestattet. Männliche Lehrer haben im Wohnbereich nichts zu suchen, also sagte ich zu einer vorbeigehenden Schülerin: „Rufe mir Mariam Mponda.“ Mariam ist prefect, und füllt dieses Amt ziemlich kompetent aus – die Rolle eines prefects hier ist übrigens genau dieselbe wie bei Harry Potter: Die Mitschüler im Auftrag der Lehrer zu kontrollieren. Außerdem kenne ich sie aus dem Physikunterricht und hoffte also, mit ihr irgendeinen Kompromiss schließen zu können. „Es ist Sonntag, außerdem sind Ferien, aber gestern hat Herr Lugongo gesagt, dass vor dem Abend keine Musik erlaubt ist. Jetzt sag mir deine Meinung dazu“, so stelle ich ihr die Sache dar. Reingefallen ! „Ich mache die Musik aus“, sagt sie, denn mit der Frage nach einer eigenen Meinung habe ich sie anscheinend überfordert.

Das Foto zeigt Schülerinnen beim Wasserholen zum Blumengießen, Strafarbeit für Schülerinnen, die beim letzten Ferienende zu spät gekommen sind.