Blasmusik

Wo wollen die denn hin ?, fragte ich mich, als ich die Blaskapelle auf der Ladefläche ihres zerbeulten Autos sah. Das war bei dem Fotostudio, wo die Hochzeitsgesellschaft nach der Messe einen Zwischenstopp einlegte. Sie fuhren dann vor unserem Autokonvoi her und ersetzten das Hupkonzert. Eine eindrucksvolle Leistung für die Lungen, denn die Fahrt vom Fotostudio bis zum Ziel, der „Twiga Hall“, dauerte eine knappe Stunde (der Fortschritt zeigt sich auch in Tansanias durch Staus), zwischendurch gab es immer wieder leichten Regen. Also: Afrikanischer Blechbläser ist kein Traumberuf.

Apropos Autos: Privatautos sind in Tansania ein ziemlicher Luxus, keiner der Lehrer in Peramiho hat eins, und von den Ärzten am Krankenhaus haben nur die beiden Chefs Autos. Das Brautpaar fuhr in einer gemieteten Stretch-Limousine, Br.Alfons hatte für 35.000 Shilling (20 Euro) einen Bekannten engagiert, der uns am Nachmittag und in der Nacht hin- und zurückgefahren hat. Die anderen Hochzeitsgäste werden wohl ähnlich gefahren sein.

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