Taxifahrn

Weil die Parkplatzsuche in Dar es-Salaam mit dem Kleinbus, in dem wir von Peramiho angereist sind, aussichtslos ist, hatte ich bei diesem Aufenthalt genügend Gelegenheit, Erfahrungen mit den Taxis zu sammeln.
Taxis sind durch weiße Nummernschilder und weiße Lackierung gekennzeichnet. Es gibt genug davon, auf ein inoffizielles Taxi ohne weißes Nummernschild sollte man sich also nicht einlassen. Privatwagen haben gelbe Nummernschilder.
Bevor man einsteigt, sollte man sich auf den Preis einigen. Von Kurasini in die Innenstadt verlangen die Fahrer anscheinend immer 6000 Shilling, ich habe sie regelmäßig auf 4000 runtergehandelt, P.Meinolf behauptet, er würde nur 2500 zahlen.
Darauf, dass ein Taxifahrer die Stadt kennt, kann man sich nicht unbedingt verlassen. Ich musste zu unserem Internet-Provider, „Lumumba Complex, Lumumba Street 28-31“. Der Taxifahrer kannte die ziemlich lange Lumumba Street. Aber Hausnummern stehen nicht an den Häusern. Kurz vor dem Ende der Straße hielt er an einem Taxistand an, fragte einen Kollegen, fuhr dann um drei Ecken in einen Schulhof an der Nachbarstraße und zeigte auf ein Gebäude: „Das ist der Complex.“ Da stand aber deutlich „Jafferah Complex“ dran, und so habe ich dem Taxifahrer mein Handy in die Hand gedrückt, damit er bei meinem Ziel anrufen konnte und sich den Weg beschreiben lassen konnte. Das lag dann ungefähr 50 m von dem Taxistand entfernt, an dem er seinen Kollegen gefragt hatte.
Die Fahrer sind unterschiedlich gesprächig. Von einem habe ich erfahren, wie sein Geschäft läuft: Das Auto gehört dem Arbeitgeber, der noch ein zweites Taxi hat. Der Fahrer bezahlt das Benzin („Mafuta“), der Arbeitgeber die Reparaturen. Manche sagen, das sei der Grund, warum die Taxifahrer besonders rücksichtslos fahren, ein Unfall kostet sie ja nichts. Pro Tag muss der Fahrer 12 500 Shilling an seinen Arbeitgeber zahlen, der Rest ist sein Einkommen.
Das Bild zeigt das einzige andere öffentliche Verkehrsmittel in Dar: Ein Dala-dala („Dollar, Dollar“). Während die Dala-dala zwischen Peramiho und Songea zuverlässig und unkompliziert sind, habe ich gehört, dass man die Dala-dalas in Dar möglichst meiden sollte, wenn man eine weiße Haut hat. Ich habe den Rat bisher befolgt und kann daher nicht sagen, ob es sich um einen klugen Rat handelt.

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