Wie heiratet man in Afrika ?

Auch nicht anders als in Europa. Zwei Tage vor der Hochzeit war das „Send Off“, die Verabschiedung der Braut durch ihre Familie. Inzwischen weiß ich, dass dieser Brauch ursprünglich gar nicht in Afrika üblich war, sondern aus England übernommen wurde. Am Hochzeitstag selbst, Samstag vor einer Woche, war um 14 Uhr die Messe in der Kathedrale, anschließend Autofahrt zum Fotostudio, wo die Brautleute ihr Hochzeitsfoto machen lassen, dann weiter zur „Twiga Hall“ („Giraffen-Saal“), wo dann bis um 1 Uhr weitergefeiert wird, mit Büffet, Reden, Musik und Tanz. Der Bräutigam ist Rechtsanwalt und die Braut anscheinend eine Kollegin in derselben Kanzlei (das habe ich nicht genau herausgefunden), außerdem ist sie die Tochter des Büroleiters des Staatspräsidenten, beiden geht es also finanziell gut – für hiesige Verhältnisse. Unter den Gästen sind aber viele, die so aussehen, als ob sie ihr ganzes Leben mit der Hacke auf dem Maisfeld gearbeitet haben.

Ich habe die Gelegenheit genutzt, um die Details zu beobachten, die dann doch ziemlich afrikanisch waren. Darüber kommen noch ein paar Artikel. Außerdem habe ich reichlich Fotos gemacht, einige davon habe ich wieder gelöscht, aber es sind noch 320 übrig geblieben, die ich gestern Alfons auf einer CD gegeben habe, der Bräutigam kriegt demnächst auch eine CD, die anderen Verwandten werden mangels Computer auf die Fotos verzichten müssen. Ach, fast hätte ich’s vergessen: Schön war’s auch. Richtig schön.

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