Manche Dinge sind überall gleich

„Die Afrikaner haben eine ganz andere Kultur“, sagte neulich mein deutscher Tischnachbar (der, der 10 Jahre lang „im Busch“ die Abwechslung zwischen Ugali mit Bohnen und Bohnen mit Ugali genossen hat, siehe letzte Woche). Das ist die eine Seite, und deshalb ist es für mich nicht immer einfach, das Verhalten der Brüder, Schülerinnen und Kollegen richtig einzuschätzen. Aber auf der anderen Seite gibt es zum Glück auch vieles, was hier genauso ist wie in Deutschland: Wenn man gemeinsam arbeitet, und wenn man gemeinsam feiert, kommt man sich näher. Vorgestern begann die Abschlussfeier mit dem Frühstück im Lehrerzimmer um halb Neun, sie endete am Abend um halb Sieben mit Cola und Bier im Lehrerzimmer. Gestern hat mich mein Kollege Lugongo, mit dem zusammen ich „Lehrer vom Dienst“ gewesen war, angesprochen: „Weißt du eigentlich, warum der andere Physik-Lehrer dich neulich im Lehrerzimmer angegriffen hat ?“ (siehe 7.Februar, „Vom Feilschen“) Ich wusste bereits von den deutschen und philippinischen Schwestern, dass ich damals in einen Konflikt hineingeraten war, der lange vor meiner Ankunft begonnen hatte und nichts mit meiner Person zu tun hatte. Jetzt aber erfahre ich die Hintergründe zum ersten Mal von einem Afrikaner, bin also als Kollege akzeptiert.

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