Mal wieder in den Nachrichten

Seit ich hier bin, beziehe ich meine Nachrichten von der Tagesschau und BBC im Internet, ausserdem kommt jede Woche „Die Zeit“, allerdings mit ziemlicher Verspätung. Das Ereignis, was hier im Moment heftig diskutiert wird, hat Tansania vorige Woche zum zweiten Mal seit meiner Ankunft in die BBC-Nachrichten gebracht (für die Tagesschau hat es nicht gereicht): Weil die Wasserkraftwerke in der Trockenzeit zu wenig Strom produzieren, wurde eine Firma Richmond beauftragt, mit Dieselgeneratoren einzuspringen. Die Firma hat dafür vom Staat Tansania viel Geld erhalten, aber wenig Strom geliefert. Zum Ausgleich hat sie einigen Politikern Geld auf deren private Konten gezahlt. Das Parlament von Tansania hat einen Untersuchungsausschuss eingesetzt, der hat vorige Woche Bericht erstattet: „Der Hauptschuldige ist der Premierminister.“ Dem blieb daraufhin nichts übrig, als sofort zurückzutreten. Dazu kann man jetzt entweder sagen: „Ist doch klar, die Afrikaner sind alle korrupt.“ Oder: „Schön, dass hier die demokratische Kontrolle funktioniert.“ Eine Kollegin sagte mir heute noch: „So friedlich läuft das bei uns ab, in Kenia machen sie bei so etwas gleich einen Krieg.“

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