Nationalparks

Die von den Briten eingerichteten Reservate (siehe vorgestern) sind heute Nationalparks. Ein armes Land wie Tansania kann es sich natürlich nur schwer leisten, das notwendige Personal dafür auszubilden und zu bezahlen (vor allem Wächter als Schutz vor Wilderern). Außerdem ist der Wunsch sehr groß, die Tiere abzuschießen. Elefantenstoßzähne (Elfenbein) zum Beispiel erzielen einen hohen Preis und auch das Fleisch lässt sich essen. Wenn man nur Ugali zu essen hat und nicht weiß, wie man das Krankenhaus bezahlen soll, denkt man beim Anblick eines prächtigen Elefanten vielleicht nicht nur daran, den Reichtum der Natur zu bewahren. Da muss also noch ein anderes Argument her, und das wird tatsächlich von den modernen Jägern geliefert. Die gehen nicht mehr mit dem Gewehr, sondern mit der Kamera auf Jagd, und lassen dabei eine Menge Geld im Land. Der Eintritt im Ruaha-Park kostet pro 24 Stunden und pro Person 20 US-Dollar (unter 18 Jahren 5 Dollar, für Bürger Tansanias 1000 Shilling, also weniger als ein Dollar). Die Serengeti, der berühmteste Nationalpark Tansanias, kostet 50 Dollar. So ist der Schutz des Tiere hier tatsächlich zu einem großen Teil dem Tourismus zu verdanken. Die Tiere scheinen das zu wissen, denn sie posieren in großer Zahl und immer freundlich lächelnd für die Kamera.

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