Natur, Teil 3

Viel gefährlicher als Termiten (oder Löwen, oder Schlangen) sind hier die Mücken (Moskitos), genauer ca. 50 Arten der Anopheles-Mücken, die wiederum zur Familie der Stechmücken gehören. Sie übertragen die Malaria, die durch hohes Fieber zum Tod führen kann. Dagegen helfen Fliegengitter vor den Fenstern und Moskitonetze über den Betten. Wenn das Netz nicht gebraucht wird, muss man es wie auf dem Foto zusammenlegen, damit sich keine Mücken einnisten. Wenn man darunter schläft, stopft man es an allen vier Seiten gut unter die Matratze, damit wirklich nirgendwo eins von den Viechern durchschlüpfen kann. Das tue ich auch jeden Abend und finde es lästig.

Das Foto stammt übrigens aus dem „Restroom“ des Ambulatoriums von Kilimahewa. Ein solches Ambulatorium ist ein Krankenhaus ohne Ärzte und ohne Krankenbetten. Statt der Ärzte arbeiten „medical assistants“ dort, Krankenpfleger mit einer etwas besseren Ausbildung. Der „Restroom“ ist der einzige Raum mit Betten. Hier können die Mütter sich nach der Geburt ausruhen, bis sie dann nach ein paar Stunden wieder nach Hause gehen. Wenn sie viel Glück haben, müssen sie nicht zu Fuß gehen, sondern ihr Mann nimmt sie auf dem Beifahrersitz (wir würden „Gepäckträger“ sagen) des Fahrrades mit.

Und noch ein Hinweis für alle, die mal in die USA reisen wollen (an dieser Stelle ein spezieller Gruß an die gesamte Familie Grosser): „Restroom“ bedeutet dort etwas ganz anderes.

Warnung: „Natur, Teil 4“ wird grausam, und Leuten mit Ekelgefühlen wird ausdrücklich vom Lesen von „Natur, Teil 5“ abgeraten.

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