Archiv für die Kategorie ‘Natur’

Eine Geschichte ist erst dann zu Ende gedacht …

28. Dezember 2008

… wenn sie ihre schlimmst moegliche Wendung genommen hat. So schreibt der Dramatiker Friedrich Duerrenmatt zu „Die Physiker“. Der Gecko auf dem Foto (Dar es-Salaam, 3.12.) mag zwar manche Besucher erschrecken, die das erste Mal ein solches Tier sehen, ist aber fuer Menschen voellig harmlos und nur ungefaehr so lang wie eine menschliche Hand. Seine Haut erinnert ein wenig an Fruchtgummi. Als ich kurze Zeit spaeter wieder an derselben Stelle vorbeikam, ahnte ich aber schon, dass der Gecko ueberfordert war: Nur noch an einem Bein hing das Insekt in seinem Maul, siehe zweites Foto. Und kurz danach war es passiert: Das Insekt lag tot auf dem Boden, es war zu schwer und gross fuer den Gecko gewesen. Es war vergeblich gestorben, denn der Gecko hatte nichts davon gehabt und musste hungrig zu Bett gehen. Ein Ende wie in Duerrenmatts „Das Versprechen“.

Endlich regnet es

7. November 2008

Voriges Jahr hat der Regen erst Ende November begonnen. Aber schon letzten Mittwoch, als ich gerade in Songea zum Einkaufen war, gab es den ersten kräftigen Schauer. Der Hauptmarkt hat zum Glück ein gutes Dach, so konnte ich mich unterstellen und ein Foto von den Marktständen machen, deren Besitzer sich nicht so gute Dächer leisten können (beachte den Regenschirm unten etwas links von der Mitte !).

Danach war es wieder eine Woche lang trocken (und heiß !), vorgestern gab es ein kurzes Gewitter, und jetzt im Moment regnet es schon wieder – sehr willkommene Abkühlung angesichts der Hitze. Die Regenzeit kommt zwar zuverlässig jedes Jahr, aber ob sie früher oder später kommt, und wie reichlich der Regen ausfällt, ist eine Frage, die hier eine viel größere Bedeutung hat als in Deutschland.

Alle reden vom Wetter

15. Oktober 2008

Heute mussten die Schülerinnen von Form 3 (10.Klasse) mal wieder ihren monatlichen Physik-Test schreiben. Lustlos hingen sie über ihren Aufgaben. Auch ich war nicht so ganz fit, ich hatte auf dem Aufgabenzettel eine Frage zweimal gestellt. Wir waren nicht die einzigen, deren Leistungsfähigkeit in diesen Tagen etwas abgenommen hat. Die Butter bei Tisch ist schon seit einigen Tagen durch Margarine ersetzt, weil die Kühe nicht genug Milch geben. Alles das hat nur eine Ursache: In einem guten Monat wird die Regenzeit beginnen, und davor liegt die „heiße Zeit“, das Land ist relativ trocken, die Kühe finden nicht mehr allzu viel Gras, und die Menschen, egal welcher Hautfarbe, fühlen sich schlapp. Also warten wir auf den Beginn der Regenzeit, dann sinken die Temperaturen wieder und auch die Luftfeuchtigkeit.

Das Foto stammt aus der letzten Regenzeit.

Blaublütig

19. September 2008

Heute Nachmittag gab es eine lange Sitzung. Daher nur dieses Foto von den blauen Blüten, die zur Zeit das Bild von Peramiho prägen.

Wo die Geier sind…

3. Juli 2008

Wie hatte unser Führer die Löwen gefunden ? Er verriet uns das Geheimnis: Er hatte nach Geiern Ausschau gehalten. „Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Geier.“ In diesem Fall war das Opfer eine Giraffe. Wir fanden es ja nett von den Löwen, so freundlich beim Essen für uns zu posieren, aber dafür so ein friedliches, freundliches und schönes Tier wie eine Giraffe umzubringen, das wäre nicht nötig gewesen !

Räuber

2. Juli 2008

Irgendwann gegen Mittag wurde David, unser Führer im Ruaha-Park, unruhig. Ich kannte das schon von der vorigen Safari und ahnte, was er suchte. Dass es dann gleich 13 waren (nicht alle sind auf dem Foto), war schon etwas Besonderes.

Noch mehr Elefanten

1. Juli 2008

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dieses Mal im Ruaha-Park keine Elefanten mehr zu fotografieren, vom letzten Mal hatte ich ja schon über 100 Fotos (nachdem ich die ganz schlechten gelöscht hatte). Aber so ganz konnte ich dann doch nicht widerstehen. Wenn ein Elefant so auf euch zukommt, wie der auf dem oberen Bild, dann solltet ihr vielleicht doch in Deckung gehen. Elefanten sind zwar Vegetarier, fressen also weder Tier- noch Menschenfleisch, aber wenn man sie reizt, dann können sie schon mal auf einem herumtrampeln.

Welches Adjektiv soll man da nehmen ? Staubig ?

29. Juni 2008

Gestern war ich bei Sr.Giselinde, der Verwaltungschefin der Schwestern und der Schule. Sie: „Der Ruaha-Park ist einfach wunderbar. Aber das kann man gar nicht beschreiben. Welches Adjektiv sollte man da nehmen ? Staubig ?“ Besser könnte ich den Park auch nicht beschreiben. Am Tag vorher die anstrengende Busfahrt, dann recht spät ins Bett gekommen, am nächsten Morgen früh raus und bis zum späten Nachmittag durch den Park gefahren. Trotzdem war ich danach völlig erholt und einfach nur zufrieden. Warum ist es am Ruaha-Fluss so schön ? Irgendwie ist da mehr als Staub. Das Foto passt vielleicht besser als das Wort „staubig“.

Kann man die als Diebe bezeichnen ?

29. Juni 2008

Zur Abwechslung mal viel Foto und wenig Text: Sind das nun Diebe (siehe voriger Artikel) oder eher Leichenfledderer ? Und: Wo sind die Köpfe ? Ruaha-Park, vor zwei Wochen.

Nicht auf Gecko-Jagd gehen !

17. April 2008

Vor meinem Fenster befindet sich ein Gitter. Damit jetzt keine Missverständnisse entstehen, die mit dem Thema „Diebe“ der letzten Tage zu tun haben könnten, habe ich ein Foto des Gitters gemacht. Auf dem Foto ist die Unterseite eines Geckos zu sehen, wie er gerade ein Insekt verschlingt. Wenn abends mein Licht die Insekten von außen an das Gitter lockt, kann ich oft beobachten, wie der Gecko auf Jagd geht. Beim ersten Mal schnappt er oft daneben, aber die Insekten, die ja einfach wegfliegen könnten (und der Gecko könnte nicht hinterher) sind zu dumm. Und wer nicht lernen kann, wird bestraft, beim zweiten Mal landet das Insekt dann im Geckomaul. Und danach hat es keine Chance mehr, aus dieser Erfahrung zu lernen. Geckos gibt es hier überall, sie sehen ein bisschen wie Fruchtgummi aus. Weil sie nützliche Tiere sind, sollte man sie einfach leben lassen. Br.Ansgar, der als Missionsprokurator öfter mal Gäste nach Tansania begleitet, sagt diesen regelmäßig: „Und gehen Sie bitte nicht auf Geckojagd.“