Archiv für die Kategorie ‘Kuba: Das Land’

Weihnachten auf Kuba

26. Dezember 2009

Natürlich muss ich noch etwas über Weihnachten schreiben. Schließlich bin ich Deutscher, und als solcher ist mir das Weihnachtsfest wichtig. Wenn ich Kubaner wäre, wüsste ich wahrscheinlich gar nicht, warum am 25.12. arbeitsfrei ist.
Ich habe beim letzten Mal geschrieben, dass auf Kuba Staat und Kirche streng getrennt sind. Das stimmt natürlich, aber so ganz stimmt es auch wieder nicht. (Das geht mir auf Kuba ständig so, alles, was ich über Kuba sage oder schreibe, stimmt, aber zum Teil stimmt es auch wieder nicht). Die Kirche veranstaltet zum Beispiel jedes Jahr zum vierten Advent in der Kathedrale von Havanna ein großes Weihnachtskonzert. Das wird dann rechtzeitig zu Weihnachten in voller Länge im staatlichen Fernsehen ausgestrahlt, einschließlich der Ansprache, die der Kardinal dabei hält. Auf diesem Umweg gibt es also zumindest eine Weihnachtsansprache im staatlichen Fernsehen. Und die Bischöfe der anderen Städte halten auch ihre Weihnachtsansprachen in den regionalen Radioprogrammen.
Die Parteizeitung vom 24.12. scheint Weihnachten auf den ersten Blick zu ignorieren. Die Hauptüberschrift bezieht sich auf die guten Beziehungen zwischen Venezuela und Kuba, das Bild dazu zeigt den venezolanischen Präsidenten Chavez mit einem Kind auf dem Arm vor dem Hintergrund eines kaum lesbaren Schriftzuges „Niño Jesus“ – „Jesuskind“. Der Text dazu erklärt, dass Chavez gerade eine „Mission Jesuskind“ ins Leben gerufen hat, die sich um Kinder in Not kümmern soll.
Nach der Revolution wurde Weihnachten als staatlicher Feiertag abgeschafft, seit ungefähr 10 Jahren ist der 25.12. wieder arbeitsfrei. Die Musik, die laut aus den Häusern der Nachbarschaft dröhnt, ist aber internationale oder kubanische Pop-Musik, weihnachtliche Klänge waren nicht zu hören.
Unsere (kleine) Kirche war am Heiligabend bis auf den letzten Platz besetzt, insofern gibt es also doch Kubaner, die wissen, warum arbeitsfrei ist.
Den „Weihnachtsschmuck“ auf dem Foto habe ich am 9.November (!) in Bogotá (Kolumbien) fotografiert – da ist mir die „Weihnachtsbaumlosigkeit“ Kubas doch lieber; wie gesagt, es gibt genau ein Kaufhaus in der Stadt, das einen hat. In dem Hotel, dessen Internetverbindung ich immer noch benutzen muss, steht allerdings auch einer. Und in den Kirchen wird grundsätzlich am 14.12. ein Weihnachtsbaum aus Plastik aufgestellt.

Oh, wie schön ist …

25. Oktober 2009

Nein, wir sind kein Reiseveranstalter, wir sind ein Benediktinerkloster ! Und Kuba ist auch nicht der ideale Ort, um von dort aus die ganze Welt zu bereisen. Wenn man – wie wir – eine Aufenthaltsgenehmigung hat, braucht man nämlich für jede Ausreise eine Genehmigung. Wenn kein Notfall vorliegt, muss sie 70 Tage vorher beantragt werden.

Schon im August hatte ich den Antrag gestellt, und gleich nach meiner Rückkehr aus Europa hatte ich den Pass in der Nuntiatur an Sr.Mercedes übergeben, die sich freundlicherweise immer um solche Fragen kümmert. Mittwoch früh war ich wieder da. „Ihr Pass ist noch nicht zurückgekommen,“ sagte sie mir. „Aber wir fliegen morgen früh !“ – „Dann mache ich das dringend. Kommen Sie bitte um 15:30 Uhr wieder.“ Kurz nach halb Vier kommt sie von ihren Behördengängen zurück, macht zunächst einen nichts sagenden Gesichtsausdruck, dann lächelt sie und zieht meinen Pass aus ihrer Handtasche. Ich schaue mir die eingeklebte Ausreiseerlaubnis an und lächle nicht. 40 Tage stehen diesmal darin, die Reise soll aber 42 Tage dauern. Bei der Europa-Reise waren es 80 Tage gewesen, Martin und Cyrille haben 70 Tage erhalten. Da ich nicht weiß, wie es unterwegs mit der E-Mail-Verbindung sein wird, schreibe ich gleich eine E-Mail nach Deutschland, um den Rückflug 3 Tage vorzuverlegen.

Am Donnerstag steht pünktlich um halb Sieben morgens das Taxi vor der Tür, Martin, Cyrille und ich fahren zum Flughafen und landen knappe fünf Stunden später schon in Panama, wo wir umsteigen müssen. Netterweise fliegen wir vorher noch eine Schleife mit Blick auf den pazifischen Eingang des Panama-Kanals, siehe Foto.

Am Flughafen in Panama gibt es drahtlosen Internet-Anschluss kostenlos, und unsere Prokura in Deutschland ist auch auf Zack: So habe ich schon in dort die elektronischen Tickets mit dem um drei Tage vorverlegten Rückflug auf dem Rechner.

Touristenfänger

10. August 2009

Neulich hatte ich den Taxifahrer gelobt, der die angebotetenen 10 CUC ablehnte und sich mit 5 begnügte. Auch die Kubaner sind Individuen, soll heißen, nicht alle sind so ehrlich.
Es gab auch den Taxifahrer, der nach einer viel kürzeren Strecke 10 CUC forderte (ich hatte beim Einsteigen dummerweise nicht den Preis verhandelt), allerdings nur 3 von mir bekam.

In der Altstadt gibt es Leute, die 3-Peso-Scheine verkaufen. Wegen ihrer roten Farbe und vor allem wegen des Bildes von Che Guevara sind sie für Touristen attraktiv. Was er dafür haben wolle, fragte ich. „3 Peso.“ Als ich andeute, dass ich den Wert des 3-Peso-Scheines durchaus kenne, geht er mit dem Preis runter: 1,50 CUC, 1 CUC. Ich lasse ihn stehen, denn sein „Geschäft“ ist glatter Betrug: Sein 3-Peso-Schein ist „Moneda Nacional“, nationale Währung. Er will dafür aber 3 Peso CUC, und der Peso CUC ist 24-mal so viel wert wie der „nationale“ Peso.
An jeder Wechselstube kann jedermann zwischen den beiden Währungen umtauschen, nur wissen das die meisten Touristen nicht, obwohl sie in denselben Wechselstuben ihre Euros oder Dollar in Peso CUC umtauschen.

Ist ja auch nicht ganz leicht zu glauben, dass es in einem Land zwei Währungen gibt, die beide „Peso“ heißen. Das Foto zeigt die Vorder- und Rückseiten der beiden 3-Peso-Scheine, der untere ist 24-mal so viel wert wie der obere. Der obere zeigt auf der Vorderseite den Kopf von Guevara, auf der Rückseite Guevara als „Frontmann beim freiwilligen Arbeitseinsatz“, der untere zeigt Guevaras Denkmal und auf der Rückseite die Schlacht von Santa Clara.

Technik II

27. Juli 2009

Als ich in Tansania eine SIM-Karte für mein Handy brauchte, habe ich 1000 Shilling (ungefähr einen halben Euro) bezahlt, die Karte eingelegt, Guthaben gekauft, und konnte telefonieren.
In Kenia kam noch eine Aktivierung per Handy hinzu, die problematisch war, weil das Netz an unserem Haus in Nairobi so schlecht war, dass die verbindung während der Aktivierung immer zusammenbrach.
In Australien wäre ich bei der telefonischen Aktivierung fast gescheitert, weil ich eine australische Adressse angeben musste. Und als Weltjugendtags-Teilnehmer hatte ich keine feste Adresse.
Hier benötigt man (wie in Deutschland auch) Ausweis und eigenhändige Unterschrift, dazu 40 CUC (knapp 40 Euro), in denen kein einziger Centavo Startguthaben eingeschlossen ist. Das kostet weitere 10 CUC, verfällt dafür aber nach zwei Monaten.
Ein ungeahntes Problem ergab sich für Br.Jacques: Die freundliche Dame am Schalter: „Wie schreibt man Ihr Land ?“ Ich: „Steht doch auf seinem Ausweis darauf.“ – Sie: „Togo ist nicht im Computer.“ – Jacques: „Liegt in Afrika, zwischen Ghana und Benin.“ Sie druckt also „Ghana“ auf das Vertragsformular, und nimmt schweigend zur Kenntnis, dass ich das als „Respektlosigkeit“ bezeichne. Immerhin ist sie hilfsbereit, nimmt Jacques’ togolesische SIM-Karte aus dem Handy, setzt die kubanische ein, und vergisst, Jacques die andere zurückzugeben.
Das merkt er erst auf dem Rückweg an der nächsten Straßenecke. Wir kehren um, doch die Karte ist nicht aufzufinden. Gut, dass es Handys gibt: Wir haben gerade wieder dieselbe Straßenecke erreicht, da kommt eine SMS von ihr: „Ich habe Ihre Karte doch noch gefunden.“
Damit steht der Vergleich zwischen Tansania und Kuba (siehen letzten Artikel) jetzt wohl 1:1.

Die SMS heute Morgen kam übrigens vom Spanisch-Lehrer: „Stehe an der Bushaltestelle, aber kein Bus kommt, weil gestern Feiertag war. Unterricht muss ausfallen.“

Basis und Überbau

10. Juli 2009

Gestern Abend war ich am Teatro Karl Marx. Marx hat bekanntlich gesagt, dass die Kultur, die Religion, kurz, das ganze menschliche Verhalten (er nennt das „Überbau“) von den wirtschaftlichen Realitäten (er nennt sie „Basis“) abhängt.
Die Frau, die unsere Kirche putzt, hat mir das neulich verdeutlicht. Sie erklärte mit allem Nachdruck, dass sie dringend einen Trapeador brauche. (Hier habe ich ein Übersetzungsproblem, denn ich kenne das deutsche Wort nicht, heißt es „Wischmop“ oder „Putzstab“ ? Jedenfalls so ein Wisch-Ding.) Ich bat also unseren kubanischen Gast, „mal eben schnell“ das Ding zu besorgen. Er kam spät, abgekämpft und erfolglos zurück, ich erklärte der Putzfrau, dass sie leider noch etwas warten müsse. In den folgenden Tagen sprachen mich alle möglichen Personen an, Mönche und Gottesdienstbesucher, „Robert, weißt du schon, dass die Putzfrau einen Trapeador braucht ?“ Als dann ein junger Mann nach dem Gottesdienst auf mich zukam „wegen des Trapeadors“, war ich schon ziemlich genervt von so viel Aufdringlichkeit. Aber er sprach weiter: „Mein Onkel kennt einen, der kann so etwas herstellen.“ Wenige Tage später stand ein älteres Ehepaar vor der Tür, in der Hand ein aus zwei Holzstäben selbst gebauter Trapeador, und zwar als Geschenk !
Fazit: Ein Verhalten („Überbau“), das in Deutschland als aufdringlich gelten würde, passt hier genau zur Basis und führt zum gewünschten Erfolg.

Der bekannteste unbekannte Kubaner

21. Juni 2009

Das freundlich-nachdenkliche Gesicht von José Martí ziert nicht nur die 1-Peso-Scheine und 1-Peso-Münzen, ihm ist nicht nur das höchste Bauwerk Havannas, der Turm am Platz der Revolution (siehe Foto oben), gewidmet, sondern seine Büste ist auch an fast jeder Straßenecke zu finden (siehe Foto unten). Alle Kubaner, mit denen ich bisher gesprochen habe, scheinen seine Gedichte oder wenigstens seine Erzählungen für Kinder zu kennen und zu schätzen.
Auch außerhalb Kubas ist er sehr bekannt, das weiß nur keiner. Von ihm stammt nämlich der Text des Liedes „Guantanamera“, das mit der Melodie von José („Joseíto“) Fernández Diáz weltberühmt wurde.
Der große Dichter ging in die Politik, er war führend an der Vorbereitung des großen Aufstandes von 1895 gegen die spanischen Kolonialherren beteiligt. Als General beteiligte er sich am Kampf und fiel noch im ersten Monat einer spanischen Kugel zum Opfer.
Ein Gemälde seines Todes hoch zu Ross ziert die Rückseite der 1-CUC-Scheine.

„Hast du kein Fahrrad ?“

22. Mai 2009

Der Weg zum Markt führt an der Garage meines Vertrauens vorbei. Am Dienstag sah der Besitzer, dass ich zu Fuß gehe, und fragte: „Hast du kein Fahrrad ?“
Jetzt muss ich doch die Geschichte dazu erzählen. Ich habe damit bisher gezögert, weil sie der Geschichte „Fragend gelangt man nach Rom“ etwas ähnlich ist.
Alles begann am Ostermontag, als ich in La Epoca, dem großen Kaufhaus der Innenstadt, ein Fahrrad kaufte. Eine Woche lang hatte ich großes Vergnügen daran, die Stadt damit zu erkunden. Mich wunderte nur, dass es in einer flachen Stadt so wenige Fahrräder zu sehen sind. Nach genau einer beendete ein platter Reifen das Vergnügen. Kein Problem, ich hatte schon genug kleine Fahrradwerkstätten gesehen, und unser kubanischer Gast konnte mir beim Fragen helfen. Die Werkstatt an der nächsten Ecke kümmerte sich nicht um platte Reifen, der nächste Mechaniker, den uns alle Leute empfahlen, war nie da. Schließlich fanden wir die genannte Garage, in der der Besitzer Fahrrad- und Autoreifen repariert. Er schaute sich den Schlauch an, und meinte, da bräuchte ich wohl ein neues Ventil.
Der nächste Vormittag war komplett der Suche nach einem neuen Ventil oder als Alternative einem neuen Schlauch gewidmet. La Epoca führt zwar Schläuche, die passen aber nicht zu den Fahrrädern. Mein Spanischlehrer nahm schließlich den Schlauch mit und kam nach einiger Zeit mit dem reparierten Schlauch, für den er das neue Ventil bei einer Werkstatt in seiner Nachbarschaft besorgt hatte, zurück.
Ich ging sofort zu der genannten Garage meines Vertrauens, um den Reifen aufzupumpen. Ich zahlte einen Peso (3 Euro-Cent) für die Benutzung des Kompressors und fuhr auf dem Fahrrad zurück. Am nächsten Morgen war der Reifen platt – ein langer Riss im Schlauch. Der Spanischlehrer hatte mir schon gesagt, der Schlauch sei wohl ziemlich mürbe. Ich erspare mir hier die Geschichte der nächsten Reparatur und des nächsten Fahrradkaufes (wir sind zu fünft, daher brauchen wir mehr als ein Fahrrad). Jedenfalls haben wir inzwischen zwei Fahrräder mit insgesamt drei platten Reifen. Über die Garage meines Vertrauens, über den Spanischlehrer und über St.Ottilien sind Ersatzschläuche bestellt. Jedesmal, wenn ich an der Garage vorbeikomme, frage ich, ob die Schläuche eingetroffen sind, und muss dafür den gutmütigen Spott des Besitzers ertragen.

Ein süßes Ministerium, aber …

16. Mai 2009

Wenn wir mit dem Bus in die Stadt fahren, kommen wir am Ministerio de Azúcar vorbei. Ich stelle mir gerne vor, das „Zuckerministerium“ würde Süßigkeiten an Kinder verteilen, aber ich weiß natürlich, dass Zucker für Kuba eines der wichtigsten Exportgüter ist, so wichtig, dass es dafür ein eigenes Ministerium gibt. Im 19.Jahrhundert kamen zeitweise drei Viertel der Exporteinnahmen Kubas aus dem Zuckerexport. Der Zucker war süß, aber der Hintergrund sehr bitter. Die harte Arbeit wurde nämlich von Sklaven verrichtet, die aus Westafrika verschleppt wurden. Ausgerechnet in der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts, als die Briten schon überall für die Abschaffung der Sklaverei kämpften, ging es auf Kuba mit dieser grausamen Institution erst richtig los. Sechs bis acht Jahre hielten die Sklaven die schwere Arbeit durch, danach wurde „Nachschub“ gebraucht. Vor diesem Hintergrund muss man die Entstehung der afrikanisch-katholischen Mischreligionen wie der Santeria (siehe vorigen Artikel) verstehen.

Granma

23. April 2009

Vor ein paar Tagen fand ich auf dem Fußboden meines Büros eine zusammengeknüllte Ausgabe der „Granma“. Auf Englisch bedeutet das Wort so viel wie „Großmama“, auf Kuba ist es vor allem der Name der Yacht, mit der die Brüder Castro und Che Guevara nach Kuba reisten, um ihren Kampf zu beginnen. Die Parteizeitung ist nach dieser Yacht benannt und wird auch von uns im Abonnement bezogen. So viel wusste ich, aber wie aber kommt sie auf den Fußboden meines Büros im ersten Stock ?
Das Fenster stand offen – sollte der Zusteller wirklich … ?
Heute Morgen erlangte ich Gewissheit. Es gab zunächst ein dumpfes Geräusch, dann flog vor meinen Augen die zusammengeknüllte Granma durch das offene Fenster. Das dumpfe Geräusch rührte offensichtlich vom ersten Versuch her, bei dem der Zeitungsbote das Fenster verfehlt hatte.

„Die Getränke müssen Sie aber in CUC bezahlen.“

10. April 2009

Am Samstag sind wir zum ersten Mal in ein kubanisches Restaurant gegangen. Als wir die Bestellung aufgegeben haben, sagt die Kellnerin noch, „Die Getränke müssen Sie in CUC bezahlen.“ Damit sind wir bei einer der Besonderheiten Kubas, die für Fremde erst erklärt werden müssen. Das Merkblatt des Ministeriums für Tourismus erklärt diese Besonderheit auf Deutsch folgendermaßen: „Die offizielle Währung ist der Kubanische Peso. In Kuba werden alle Einkäufe und Dienstleistungen in Kubanischen Konvertierbaren Pesos (CUC) bezahlt.“ Falls jemand diese Erklärung nicht verstanden haben sollte: Es gibt hier zwei Währungen. Neben dem „normalen“ oder nationalen Peso gibt es noch den konvertierbaren Peso, kurz CUC genannt. Der CUC entspricht ungefähr einem Euro, der Kurs ändert sich von Tag zu Tag. Touristen kommen normalerweise nur mit dem CUC in Berührung. An unserem Restaurant stand aber außen „Moneda Nacional“ angeschrieben, daher bezahlen wir das Essen (pro Person 30 Pesos) in den nationalen Pesos. In einigen Geschäften wird nur mit nationalen Pesos bezahlt, in anderen nur mit CUC. Damit, dass auf einer Rechnung zwei Währung vorkommen würden, hatten wir nicht gerechnet, auch unser kubanischer Begleiter ist überrascht. Das Brot, das ich jeden Morgen frisch vom Bäcker hole, kostet 6 „normale“ Pesos, also circa 20 Euro-Cent. Im Supermarkt dagegen wird in CUC bezahlt, die Flasche Wasser dort kostet 0,65 CUC, circa 60 Cent.

Kubaner können ebenso wie Ausländer jederzeit 25 nationale Pesos gegen einen CUC tauschen, beim Rücktausch gibt es für einen CUC dann 24 nationale Pesos. Dieser Kurs ist staatlich festgelegt und bleibt konstant.

Die andere Überraschung in dem Restaurant war übrigens die hervorragende Klimaanlage. Ich war froh, als wir endlich wieder draußen die Hitze genießen konnten, P.Emmanuel war am nächsten Tag erkältet.