Sansibar, 28.1.2009
Bei meinem ersten Besuch in der Altstadt von Sansibar im Dezember waren mir vor allem die lästigen Leute aufgefallen, die den Touristen dieses und jenes aufschwatzen wollen und wie sich wie Kletten kaum abschütteln lassen.
Doch es gibt auch ganz andere Leute: Als ich mich im Gewirr der Altstadt verirrt habe, frage ich zwei seriös aussehende Männer nach dem Weg. Sie begleiten mich um mehrere Straßenecken, verabschieden sich dann höflich und sind so schnell verschwunden, dass ich gar keine Chance habe, ihnen irgendein Trinkgeld zu geben.
Oder die beiden jungen Straßenhändler, mit denen ich vor dem „House of Wonders“, dem alten Sultanspalast, ins Gespräch komme. Sie machen eine Bemerkung über die T-Shirts, die sie aus ihrem Rucksack verkaufen wollen, ich sage kurz, dass ich nichts kaufen werde, und wechsle das Gesprächsthema, frage nach ihrer Herkunft (beide sind vom Festland), Schulbildung usw. Sie lassen ihre T-Shirts im Rucksack und haben wie so viele Tansanier einfach nur Spaß an einem „Klönsnack“, wie man in der größten deutschen Hafenstadt sagen würde, die schon vor über 150 Jahren Beziehungen mit Sansibar aufgenommen hat.
Oder die Kinder auf der Straße, die sich einfach nur fotografieren lassen wollen (siehe Foto) und ihren Spaß daran haben, die Fotos auf dem Display anzuschauen, genauso wie die jungen Frauen mit Kopftuch im Hauseingang (ihre Mütter ?).
